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Ernährung & Landwirtschaft Nachhaltig Leben

Foodsharing Gruppe Wendland

Unter dem Motto „foodsharing.de - verwenden statt verschwenden“ sind im Wendland 48 Foodsaver registriert, davon 14 aktive Mitglieder, die sich gegen die Lebensmittelverschwendung im Landkreis einsetzen. 2012 wurde das Foodsharing ins Leben gerufen, weltweit gibt es rund 200.000 registrierte Nutzer und ca. 25.000 freiwillige Foodsaver.
Das Prinzip ist einfach: Foodsharing.de schließt Kooperationen mit Betrieben, die nicht mehr zu verkaufende Lebensmittel sonst wegschmeißen müssten – Foodsaving ist also quasi die legale Variante zum Containern. „Das Konzept kollidiert nicht mit der Tafel“, betont Judith Dannowski. „Wir holen keine Lebensmittel ab, die auch die Tafel nehmen würde. “

Die Lebensmittel, hauptsächlich Molkereiprodukte und Kühlwaren mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum, werden zu festgelegten Zeiten abgeholt, wir können aber auch spontan vorbeikommen, wenn etwas verteilt werden kann. Der Clou an der Sache: Es gibt einen Haftungsausschluss für die Betriebe, die normalerweise keine Lebensmittel über das MHD hinaus abgeben dürfen und dafür haftbar gemacht werden könnten. Als Foodsaver haftet man selbst für die Lebensmittel, die man konsumiert oder weitergibt.

Auch als Privatperson kann ich auf der Website in einem virtuellen Essenskorb eintragen, was und wieviel bei mir abgeholt werden kann und wie ich kontaktiert werden möchte. Zentrale Abgabestellen gibt es derzeit noch nicht.

Foodsaver gehen sehr achtsam mit Lebensmitteln um und verpflichten sich, die geretteten Sachen nicht zu horten und am Ende wegzuwerfen, sondern sie zu verschenken oder selbst zu verbrauchen. Sollte man wirklich mal etwas nicht verwerten können, darf es als letzte Möglichkeit an Tiere verfüttert werden.

Judith Dannowski hat 2019 als Foodsharing-Botschafterin im Landkreis die Initiative wiederbelebt.
Die Arbeit ist komplett ehrenamtlich, auch Fahrkosten werden nicht erstattet - jeder handelt dabei nach seinen Möglichkeiten.
Es gibt bislang nur einen Betrieb, der mit uns kooperiert und die Sachen kriegen wir auch gut verteilt. Damit keine langen Fahrwege entstehen, bräuchten wir dringend noch weitere Betriebe in anderen Ortschaften. Und wir suchen Menschen die Lust haben, Verantwortung zu übernehmen und in die Organisation einzusteigen. Auch weitere Helfer, die die Lebensmittel einmal pro Woche abholen und verteilen, sind herzlich willkommen.
Viele unserer Foodsaver transportieren die Lebensmittel mit dem Lastenfahrrad, auch größere Mengen. Wir haben hier im Wendland wahnsinnig viele engagierte Menschen, die ein Klimabewusstsein haben und das auch umsetzen wollen. Mit jedem Betrieb, der sich uns anschließt, und je mehr Lebensmittel wir vor dem Müll retten, desto größer wird unser Beitrag zum Klimaschutz.

Titelbild
Urheber: Foodsharing Wendland

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Hannes Gerlof
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